Das Ohlsensyndrom

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Man kann nicht einfach fünf Kilo Bismark Hering durch den Wolf drehen und erwarten, daß eine erstklassige Band heraus kommt.
Dafür braucht man schon fünf durchgedrehte Hamburger Fischköpfe, dazu freche Pop-Melodien, ein paar schmutzige Wörter, gewürzt mit frischer Ehrlichkeit,
die jeden deutschsprachigen Einheitsbrei wie ein schlechtes Kantinenessen dastehen lassen.

Man braucht fünf gutaussehende Rebellen, die sich über alles hinweg setzen, die wie fünf Finger einer musikalischen Hand Deine Seele polieren und so Deinen von der
umgehenden Eurodermitis geschundenen Körper zeitgemäß einsalben.
Die unkonventionelle Herangehensweise und der infantile Umgang mit Ihrer Musik erinnern jedoch an die Anfänge von Punk und New Wave, wo es um eine eigenständige Idee
und das Durchziehen ging, ohne auf große Deals zu warten.

Mit Ihrem neuen Album “Der Fux ist im Rohr” machen sich die Highlander der Selbstironie auf den Weg, um auch den letzten “Revolverhelden” zu enthaupten,
und behaupten sich auch weiterhin im Web 2.0 der unbegrenzten Möglichkeiten und auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

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